Zahnarzt dr.med.dent. Christian R. Grünhagen

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45147 Essen

Telefon: 0201-73 33 76
Fax: 0201-7 49 59 39
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News

Gesundheitsorganisationen kritisieren Ampel-Politik

Die vier tragenden Säulen der Gesundheitsversorgung in Deutschland haben am heutigen Donnerstag die Gesundheitspolitik von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach scharf kritisiert. In der Bundespressekonferenz stellten die Spitzen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) und der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ihre Kritikpunkte an der Gesundheitspolitik dar. Alle vier eint die Sorge darum, ob die Menschen in Deutschland auch in Zukunft noch flächendeckend und wohnortnah Ärzte, Zahnärzte, Krankenhäuser und Apotheken finden werden. Ohne unmittelbare politische Weichenstellungen seien dramatische Versorgungslücken zu erwarten.

Scharfe Kritik bei allen Organisationen ruft die immense Bürokratielast hervor, die unter der Ampel-Regierung nochmals zugelegt hat. Sie fordern die Politik auf, die Versorgung spürbar zu entbürokratisieren. So sind bspw. zahlreiche Dokumentationsvorschriften überflüssig. Letztendlich führt die überbordende Bürokratie dazu, dass immer weniger Zeit für die Patientenversorgung bleibt.

Die Freiberuflichkeit als Kernelement der ärztlichen, zahnärztlichen und apothekerlichen Versorgung und die Trägervielfalt in der Krankenhauslandschaft sind aus Sicht der KBV, KZBV, DKG und ABDA mittlerweile stark gefährdet. Anstatt die bestehenden Strukturen zu stärken und zu stabilisieren, will der Minister in überflüssige neue Strukturen investieren wie beispielsweise Gesundheitskioske. Notwendige Mittel für die Versorgung fehlen damit.

Auf scharfe Ablehnung bei den Organisationen trifft auch die Art und Weise, wie Karl Lauterbach Politik betreibt und diese kommuniziert. Alle vier Säulen kritisieren neben inhaltlichen Schwachpunkten bei den Gesetzentwürfen den mangelnden Respekt, den der Minister der Selbstverwaltung und damit letztendlich auch den Patienten, für die sie sich Tag für Tag einsetzt, entgegenbringt. Immer wieder bezeichnet er Organisationen mit gesetzlich festgelegten Aufgaben als „Lobbygruppen“ und verweigert Gespräche mit ihnen. Die Gesundheitsinstitutionen kritisieren zudem, dass der Minister bislang vor allem durch größtenteils vage, öffentliche Ankündigungen aufgefallen ist. Konkrete politische Umsetzungen folgten dann entweder gar nicht, halbherzig oder extrem verspätet. Mit Nachdruck kündigte Lauterbach zu Beginn seiner Amtszeit beispielsweise an, dass es mit ihm keine Leistungskürzungen geben werde. De facto führen seine politischen Entscheidungen aber dazu, dass die Patienten immer weniger Leistungen an weniger Standorten erhalten werden bzw. bereits erhalten.

Die KBV, KZBV, DKG und ABDA fordern Minister Lauterbach und die Ampel-Koalition dazu auf, die Versorgung der Patienten wieder in den Fokus zu nehmen. Dazu sind nachhaltige Reformen von Nöten, die die bestehenden Versorgungsstrukturen stärken. Die Organisationen verweisen dazu auf die konstruktiven Gestaltungsvorschläge, die dem Minister schon seit Monaten bekannt sind. Die Stimmung der Leistungserbringer ist auf einem absoluten Tiefpunkt; sie stoßen an ihre Grenzen und können die Versorgung, wie die Patienten sie bisher gewohnt waren, nicht mehr länger leisten.

Bevor die kommenden Gesetzentwürfe ins parlamentarische Verfahren gehen, muss Minister Lauterbach daher endlich in den Dialog mit denjenigen treten, die die Versorgung täglich gestalten! Die Lösungsvorschläge liegen auf dem Tisch und die Reformbereitschaft ist gegeben. Bleibt jetzt jedoch der erforderliche Kurswechsel aus, werden die vier Organisationen in den kommenden Wochen die Mitarbeitenden im Gesundheitswesen und vor allem die breite Öffentlichkeit auf unterschiedlichen Kanälen verstärkt über die verheerenden Folgen dieser Politik für die Versorgung von rund 84 Millionen Patienten in Deutschland aufklären.

Für die Krankenhäuser erklärte Dr. Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der DKG: „Die große Krankenhausstrukturreform wurde von Seiten des Ministeriums so schlecht gemanagt, dass man praktisch von einem Scheitern sprechen muss. Stand heute liegt noch nicht einmal ein abgestimmter Referentenentwurf für ein mittlerweile nur noch nicht zustimmungspflichtiges Gesetz vor. Der bekannt gewordene „Nichtentwurf“ beschreibt über 15 Seiten den Aufwuchs an Bürokratie, ohne dass die zentralen Ziele des Gesetzes auch nur ansatzweise erreicht werden. Eine Vorhaltefinanzierung, die nachweislich ihre Wirkung verfehlt, eine Krankenhausplanung nach Leistungsgruppen, die sich weit vom NRW-Modell entfernt hat und mehr Fragen aufwirft als Antworten gibt und ein Transformationsfonds, den im Wesentlichen die Beitragszahler der gesetzlichen Krankenkassen finanzieren. Insgesamt eine desaströse Bilanz nach zweieinhalb Jahren Regierungszeit.“

Der Vorstandsvorsitzende der KBV, Dr. Andreas Gassen, erklärte: „Viel zu kompliziert, nicht zu Ende gedacht und mit kaum absehbaren gewaltigen Folgen. So lassen sich aktuell fast alle Gesetzentwürfe aus dem Hause Lauterbach beschreiben. Mal abgesehen davon kommt noch die Unsicherheit hinzu, in welchem offiziellen oder inoffiziellen Stadium sich bekannt gewordene Referentenentwürfe denn befinden. Gemeinsam ist den Entwürfen, dass sie eine standardisierte und zentrierte Versorgung favorisieren – und zwar mit Standards, deren Sinnhaftigkeit sich aus Versorgungssicht nicht erschließt. Die ärztlichen und psychotherapeutischen Praxen werden von selbstständigen Freiberuflern geführt, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten an ihrem Standort und mit ihrem Personal individuell passend das Bestmögliche machen. Das passt in keine bundesweite Schablone – das wird entweder nicht verstanden oder nicht gewollt. Stattdessen werden völlig praxisferne Vorgaben formuliert, die bis ins Detail ins Praxismanagement gehen und den Praxen immer mehr Leistungen abverlangen. Dabei wäre es einfach, durch wenige schnell umsetzbare Regelungen wie eine pragmatische Entbudgetierung der Hausärzte oder eine Abschaffung der TI-Sanktionen erste richtige Impulse zu setzen.“

Martin Hendges, Vorstandsvorsitzender der KZBV, führte aus: „Eine flächendeckende zahnärztliche Versorgung, wie es sie bislang gab, ist unter den desaströsen politischen Rahmenbedingungen kaum noch zu gewährleisten. Von dieser versorgungsfeindlichen Gesundheitspolitik besonders betroffen ist die neue, präventionsorientierte Parodontitistherapie. Parodontitis nimmt unter anderem Einfluss auf schwere Allgemeinerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und rheumatische Erkrankungen. Durch unbehandelte Parodontitis entstehen zudem hohe Folgekosten für unser Gesundheitssystem, die einer Stabilisierung der GKV-Ausgaben entgegenwirken. Wir fordern daher die Politik auf, die 2022 eingeführte Budgetierung sofort für alle Zeit zu beenden!“ Hendges mahnte zudem an, dass noch immer keine gesetzliche Regulierung für Medizinische Versorgungszentren, die von versorgungsfremden Investoren (sog. iMVZ) betrieben werden, geschaffen wurde. Der Anteil von iMVZ an allen zahnärztlichen MVZ liegt mittlerweile bei rund 30 Prozent. Das sind 468 iMVZ – Tendenz weiter steigend. Mit ihrem Fokus auf schnelle Rendite stellen iMVZ eine erhebliche Gefahr für die Patientenversorgung dar. Um die fortschreitende Vergewerblichung des Gesundheitswesens endlich wirksam zu stoppen, muss ein räumlicher und auch fachlicher Bezug eines Trägerkrankenhauses zur Voraussetzung der Gründungsbefugnis eines Krankenhauses von iMVZ gemacht werden. Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände: „Die Apothekenzahl befindet sich seit Jahren im Sinkflug. Dadurch müssen immer mehr Patientinnen und Patienten weitere Wege zu ihrer Apotheke zurücklegen. Allein im vergangenen Jahr sind rund 500 Apotheken weggefallen – das entspricht der Apothekenzahl in Thüringen! Auch in diesem Jahr führen die politisch verursachten Probleme zu massiven Belastungen. Die Apothekenteams lösen die unzähligen Lieferengpässe, sie helfen den Menschen beim holprigen Start des E-Rezepts. Das alles übernehmen die Apotheken trotz zehrenden Fachkräftemangels. Das Apothekenhonorar wurde seit elf Jahren nicht angepasst, zuletzt hat es die Ampel-Koalition sogar gekürzt. Herr Lauterbach weiß von diesen bedrohlichen Entwicklungen. Doch statt die wohnortnahe Versorgung zu stabilisieren, kündigt er Scheinreformen an. Seine aktuellen Ideen bedeuten für die Bevölkerung weitgehende Leistungskürzungen. So würden durch eine Honorar-Umgestaltung noch mehr Menschen ihre Apotheke verlieren. Und in den geplanten Scheinapotheken würde die Expertise der Apothekerinnen und Apotheker fehlen. Damit könnten mehrere benötigte Leistungen nicht mehr angeboten werden. Sich ernsthaft für eine solide Versorgung einzusetzen, sieht anders aus.“

Welt-Down-Syndrom-Tag

In Deutschland leben etwa 50.000 Menschen mit einem Down-Syndrom. Es ist die häufigste genetische Besonderheit bei Babys. Mit dem Welt-Down-Syndrom-Tag am 21.3. machen Menschen mit Down-Syndrom auf sich aufmerksam.

Beim Down-Syndrom (Trisomie 21) liegt das Chromosom 21 nicht 2-, sondern 3-mal vor. Das kann verschiedenste gesundheitliche Probleme mit sich bringen.

Zahlreiche Besonderheiten bei Zähnen und Mund „Auch Zähne und Mund zeigen bei Menschen mit Down-Syndrom zahlreiche Besonderheiten“, erläutert Dr. Romy Ermler, Vorstandsvorsitzende der Initiative proDente e.V. und Vizepräsidentin der Bundeszahnärztekammer (BZÄK). „Eltern sollten mit ihrem Kind möglichst früh nach der Geburt zu ihrer Zahnärztin oder ihrem Zahnarzt gehen.“ Wie bei anderen Kindern auch, findet zunächst eine Beratung der Eltern zu richtiger Mundhygiene, der Anwendung von Fluorid und einer zahngesunden Ernährung statt. Gleichzeitig kann der Besuch in der Zahnarztpraxis aufdecken, ob bei Zähnen und Mund gesundheitliche Probleme vorliegen.

Mundmotorik stärken - Fehlstellungen erkennen Häufig haben Kinder mit Down-Syndrom von Geburt an eine geringe Spannung der Muskulatur in Zunge und Lippen. Das zeigt sich durch eine offene Mundhaltung der Kinder mit vorwiegender Mundatmung. Die fehlende Muskelspannung kann das Saugen an Brust oder Flasche beeinträchtigen. Später haben es die Kinder beim Sprechenlernen schwerer. Denn die Mund- und Zungenmotorik ist wichtig, um die Laute richtig zu bilden. Auch können bei einem Down-Syndrom Zähne des Milchgebisses sowie des bleibenden Gebisses nicht angelegt (Hypodontie) oder zu klein im Verhältnis zum Kiefer (Mikrodontie) sein. Fehlstellungen der Zähne wie ein Kreuzbiss sind vermehrt zu beobachten. Daher kann zusätzlich zur zahnmedizinischen Versorgung auch eine kieferorthopädische und/oder logopädische Behandlung der Kinder notwendig werden.

Auf Mundhygiene achten - Zahnarztbesuche sind wichtig Menschen mit Down-Syndrom fällt es nicht immer leicht, Zähne und Mund ausreichend selbst zu pflegen. Ebenso können sie in der Zahnarztpraxis, die eine unbekannte Umgebung darstellt, weniger zugänglich sein. Zeit und Geduld vom Praxisteam und von betreuenden Personen sind hier notwendig. Denn eine gute Mundhygiene zahlt sich aus. Insbesondere die Gefahr für eine Parodontitis, eine Entzündung des zahntragenden Gewebes, ist bei Menschen mit Down-Syndrom erhöht. Denn zusätzlich zu dem Risikofaktor unzureichende Mundhygiene können bei einem Down-Syndrom Störungen des Immunsystems vorliegen. Hierdurch tritt eine Parodontitis nicht erst bei den bleibenden Zähnen auf, sondern zeigt sich manchmal bereits im Milchzahngebiss. Unbehandelt kann die Parodontitis zum Verlust der betroffenen Zähne führen und auch allgemeine Erkrankungen wie Adipositas oder Diabetes begünstigen. Für Menschen mit Down-Syndrom ist eine regelmäßige Betreuung durch die Zahnärztin oder den Zahnarzt von kleinauf umso wichtiger.

21.03.2024 DGA | Quelle: Initiative proDente e.V., Dirk Kropp

Zahnimplantate: Eine moderne Lösung für den Zahnersatz

Die Fortschritte in der Zahnmedizin haben in den letzten Jahren zu innovativen Lösungen für den Zahnersatz geführt. Darunter nehmen Zahnimplantate eine herausragende Stellung ein. Diese kleinen, titanbeschichteten Schrauben haben nicht nur das ästhetische Erscheinungsbild von Zahnersatz revolutioniert, sie bieten auch eine langlebige und funktionale Lösung für Patienten und Patientinnen mit Zahnverlust. Dabei ist der Ablauf zwar individuell, jedoch stellenweise auch sehr ähnlich.

Schritt 1: Diagnose und Behandlungsplanung

Der erste Schritt bei der Implantation eines Zahnersatzes beginnt mit einer gründlichen Diagnose durch den Zahnarzt oder die -ärztin. Dabei werden Röntgenaufnahmen und andere bildgebende Verfahren verwendet, um die Struktur des Kieferknochens zu analysieren. Auf Grundlage dieser Informationen erstellt der Zahnarzt oder die -ärztin einen individuellen Behandlungsplan, der die optimale Positionierung des Implantats berücksichtigt.

Schritt 2: Lokalanästhesie und Präparation des Implantatbetts

Bevor das eigentliche Implantat eingesetzt wird, erfolgt die lokale Betäubung, um dem Patienten oder der Patientin während des Eingriffs Schmerzen zu ersparen. Anschließend präpariert der Zahnarzt oder die -ärztin das Implantatbett im Kieferknochen. Hierbei wird mit speziellen Bohrern und Instrumenten ein Loch geschaffen, das exakt den Dimensionen des Implantats entspricht.

Schritt 3: Einsetzen des Implantats

Das eigentliche Einsetzen des Implantats erfolgt mit äußerster Präzision. Der Zahnarzt oder die -ärztin setzt das Implantat in das zuvor vorbereitete Bett im Kieferknochen ein. Hierbei ist es entscheidend, dass das Implantat stabil und fest verankert wird, um eine erfolgreiche Integration mit dem Kieferknochen zu gewährleisten.

Schritt 4: Abdecken und Heilungsprozess

Nach dem Einsetzen des Implantats wird die Wunde sorgfältig verschlossen. In einigen Fällen wird über dem Implantat eine provisorische Krone oder Abdeckung platziert. Dieser Schritt ist wichtig, um das Implantat vor äußeren Einflüssen zu schützen und einen ungestörten Heilungsprozess zu ermöglichen.

Schritt 5: Osseointegration und Anpassung der prothetischen Struktur

Die eigentliche Integration des Implantats mit dem Kieferknochen erfolgt während eines Zeitraums von mehreren Wochen bis Monaten. Dieser Prozess, bekannt als Osseointegration, gewährleistet die feste Verbindung zwischen Implantat und Knochen. Nach erfolgreicher Osseointegration erfolgt die Anpassung der prothetischen Struktur, wie beispielsweise einer Krone oder Brücke, um einen ästhetisch ansprechenden und funktionellen Zahnersatz zu sichern.

03.04.2024 DGA | Quelle: Familiendentist, Behzad Rad (openPR)

Clowns sagen: Zähneputzen ist cool

Gesunde Zähne, gesundes Leben - dahinter steckt mehr als man denkt. Die richtige Mundhygiene ist nicht nur wichtig für schöne, langlebige Zähne, sondern beugt auch Herzerkrankungen vor und stärkt das Immunsystem. Menschen auf der Flucht müssen sich in einem neuen Leben zurechtfinden und da wird eine regelmäßige Zahnpflege häufig vernachlässigt. Passend zum heutigen Tag der Zahnärzt:innen startet die ROTE NASEN Zahnputzshow "Staunen, stutzen, Zähneputzen" in Berlin. ROTE NASEN finden so einen Weg, die geflüchteten Kinder auf eine spielerische Art an die Wichtigkeit des Zähneputzens heranzuführen.

"Wir haben sehr gute Erfahrungen mit den ersten Zahnputz-Aufklärungsaktionen in Tegel gemacht", sagt der medizinische Leiter im Projekt Ukrainisches Ankunftszentrum TXL der DRK Sozialwerk Berlin gGmbH, Dr. Daniel Herrmann, nach der Premiere auf dem Gelände des ehemaligen Berliner Flughafens in Tegel. "Den Kindern diese essenzielle Thematik auf spielerische und eingängige Weise näherzubringen, wirkt nachhaltig und über sprachliche und kulturelle Barrieren hinweg. Außerdem motiviert ein solches Projekt auch die Eltern, deren Mitarbeit zum Erhalt einer zufriedenstellenden Zahnhygiene unumgänglich ist."

ROTE NASEN Clowns sind keine Pädagog:innen, sondern speziell ausgebildete Künstler:innen mit viel Erfahrung bei der Arbeit mit traumatisierten Menschen, insbesondere Kindern. In dem Clown-Theaterstück zum Thema "Zähneputzen" ist eine Zahnärztin die Heldin und wird von drei Clowns bewundert. Als einer der Clowns Zahnschmerzen bekommt, versuchen die anderen die Arbeit der Zahnärztin zu imitieren, jedoch erfolglos. Die Zahnputzshow wird nun wöchentlich in Einrichtungen für Geflüchtete, derzeit in Berlin und Brandenburg, gespielt. Als künstlerische Ergänzung zu den Besuchen der Zahnärzt:innen soll das neue Format von ROTE NASEN zukünftig auch an Grundschulen im Bundesgebiet angeboten werden.

Denn "Zähneputzen ist cool" und gesund, finden nicht nur die Clowns. Prof. Dr. Felix Berger, der Direktor der Klinik für Angeborene Herzfehler und der Kinderkardiologie des Deutschen Herzzentrums der Charité - Universitätsmedizin Berlin, weiß als Experte, wie wichtig die Zahnpflege für die allgemeine Gesundheit ist: "Eine gute Mundhygiene durch häufiges Zähneputzen und professionelle Zahnreinigungen scheint mit einem geringeren Risiko für Herzerkrankungen und Herzrhythmusstörungen einherzugehen. Die bisherige Forschung weist darauf hin, dass eine schlechte Mundhygiene dazu führt, dass Bakterien ins Blut gelangen und Entzündungen im Körper verursachen."

Die ersten Ideen für die Show sind bereits im Jahr 2016 entstanden, als die erste große Geflüchteten-Welle nach Deutschland kam. Die ehemalige Chefärztin des Sankt-Joseph Krankenhauses in Berlin-Tempelhof, Dr. med. Beatrix Schmidt, die die Clowns aus ihrer Arbeit in der damaligen Notunterkunft am Flughafen Tempelhof kennt, bat ROTE NASEN das Thema Zahngesundheit und -pflege in ihrem Clownspiel aufzugreifen. Und so entstand die heutige ROTE NASEN Zahnputzshow.

Der Verein ROTE NASEN Deutschland e.V. bringt seit über 20 Jahren Lachen und Lebensfreude zu Menschen in Not. Der gemeinnützige Verein ist spendenorganisiert und Partner der internationalen Organisation RED NOSES Clowndoctors International, die in elf Ländern tätig ist. In Deutschland ist ROTE NASEN seit 2003 fester Bestandteil in vielen sozialen und medizinischen Einrichtungen. Derzeit schenken 74 ROTE NASEN Clowns jedes Jahr rund 78.000 Menschen bei regelmäßigen Clownvisiten fröhliche Augenblicke. Botschafter von ROTE NASEN ist der weltbekannte Star-Tenor Rolando Villazón. Weitere Informationen über ROTE NASEN erhalten Sie hier: www.rotenasen.de

Bildunterschrift: Die ROTE NASEN Zahnputzshow "Staunen, Stutzen, Zähneputzen" führt geflüchtete Kinder spielerisch an das Thema Zahngesundheit heran. (v. l. n. r.: Juliane Altenburg alias Clown Emma Dilemma, Martina Pietsch alias Clown Nina Pawlowna & Luise Westner alias Clown Gogo)



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